Kinderheilkunde-Kastanienhof
    
  
     
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Wir freuen uns, unsere neue Kollegin Frau Dr. Stella Magga, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, begrüßen zu dürfen.

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Privatärztliche Praxis
Dr. med. Nina Gatter
Fachärztin für Kinder- &
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Kinderheilkunde Kastanienhof Köln
Dr. Nina Gatter
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Impfen schützt!

Liebe Eltern, liebe Patienten!

Es gibt eine ganze Reihe von Infektionskrankheiten, die hauptsächlich im Kindesalter auftreten. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle verlaufen diese auch mehr oder weniger harmlos. Aber jedes Jahr behalten Kinder in Deutschland Behinderungen nach einer Masernerkrankung zurück oder sterben sogar daran, Babys werden taub, blind oder mit anderen Fehlbildungen geboren, weil sie im Mutterleib an Röteln oder Windpocken erkranken. Bakterien wie Hämophilus influenza B, Meningokokken oder auch Pneumokokken rufen neben leichteren Infekten der Luftwege manchmal schwere Infektionen wie eine Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung hervor, die neben bleibenden Schäden leider auch zum Tod des Kindes führen können.

Ob bei einem Kind eine Komplikation einer Kinderkrankheit auftritt oder nicht, ist reine Glückssache. Es stimmt, bei uns sind diese Erkrankungen selten geworden. Und nur, weil bei uns geimpft wird und diese Krankheiten weniger häufig auftreten, werden sie von uns kaum noch wahrgenommen und ihre Gefahr häufig unterschätzt.

Das Impfen schützt nicht nur Ihre Kinder vor den Folgen von Infektionskrankheiten, sondern durch die sogenannte Herdenimmunität gerade auch solche kleinen Patienten, für die eine Impfung nicht oder noch nicht möglich ist, wie z.B. Säuglinge, Ungeborene und immunkranke Kinder (z.B. transplantierte oder krebskranke Patienten).

Wir sind der Meinung, dass sich die klassische Schulmedizin, die ganzheitliche Therapie, Naturheilverfahren, Homöopathie und das Impfen nicht widersprechen.

Die Impfung bewirkt, dass der Körper durch das Einbringen von ungefährlich gemachten Erregern sein Immunsystem so trainiert, dass es beim tatsächlichen Eindringen von bestimmten Bakterien oder Viren nicht zu einer schwerwiegenden Erkrankung kommt.

Gerade aus diesem Verständnis heraus halten wir das Impfen nicht nur für sehr wichtig. Für die Entwicklung Ihres Kindes, aber auch im Hinblick auf die Sicherheit unserer anderen, z.T. abwehrgeschwächten kleinen Patienten und Säuglinge ist die Prävention durch Impfen für uns unerlässlich.

Gerne informieren wir Sie ausführlich bei einem dafür vereinbarten Termin über das Thema Impfen, die verschiedenen Impfstoffe, Impfpläne und beantworten Ihre Fragen hierzu.

Informieren Sie sich im Nachfolgenden über die einzelnen Infektionskrankheiten und die entsprechenden Impfungen:

  Aktive Impfung - Passive Impfung   
Bei der aktiven Impfung werden unschädlich gemachte Erreger oder auch nur kleine, winzige Teile dieser Erreger in den Körper eingebracht. Das Immunsystem findet dann die vermeintlich "schädlichen" Eindringlinge und entwickelt Antikörper dagegen. So kann dann bei einem späteren tatsächlichen Eindringen der Erreger das Immunsystem die gespeicherten Informationen schnell abrufen und den Keim unschädlich machen, so dass die Erkrankung gar nicht erst entsteht.
Bei der passiven Impfung werden spezifische Antikörper gespritzt, damit diese dann direkt an den Erreger andocken und ihn so unschädlich machen können. Bei der passiven Impfung entwickelt der Körper kein Immungedächtnis, d.h. er kann zu einem späteren Zeitpunkt diese Informationen nicht abrufen, weil er selber die Antikörper ja nicht gebildet hat. Man impft passiv, wenn man keine Zeit hat, bis der Körper eigene Antikörper entwickelt hat, z.B. wenn kein Tetanusimpfschutz besteht, aber durch eine Verletzung bereits Tetanuserreger eingedrungen sein könnten. Auch bei kurzfristig geplanten Reisen kann diese (Not-)Impfung eine Option sein.
  
  Totimpfstoff - Lebendimpfstoff   
Bei einem Totimpfstoff werden nur winzige Teile eines Krankheitserregers geimpft. Der Körper "denkt" also, er hätte den schädlichen Keim vor sich, tatsächlich können diese Teilchen keine Krankheit auslösen. Die gesamte Immunantwort wird aber in Gang gesetzt - allerdings ohne die bei der Erkrankung üblichen Inkubationszeit. Deshalb kommt es bei Totimpfstoffen schon nach kurzer Zeit zu Impfwirkungen wie Fieber - in der Regel bereits nach wenigen Stunden.
Beim Lebendimpfstoff handelt es sich entweder um abgetötete oder um abgeschwächte (d.h. unschädlich gemachte) Erreger. Hier wird im Grunde die komplette Erkrankung durchgemacht, inklusive Inkubationszeit und ggf. auch mit Fieber, dem typischen Ausschlag etc. Deshalb treten bei Lebendimpfungen die Reaktionen auf die Impfung häufig erst mit einer zeitlichen Verzögerung auf. Bei der Masernimpfung sind das z.B. etwa 10-14 Tage.
  
  Einzelimpfstoffe - Kombinationsimpfstoffe   
Jeder Impfstoff enthält neben den Krankheitserregern auch verschiedene Zusatzsubstanzen, z.B. die Trägerlösung oder Konservierungsstoffe. Diese möchte man nur in möglichst geringer Menge zuführen. Aber auch, weil jede Impfung Schmerzen verursacht und natürlich auch Kosten entstehen, versucht man Impfstoffe zu Kombinationsimpfstoffen zusammenzufassen.
Früher enthielten Impfstoffe z.T. tausende Einzelstoffe (sog. Antigene). Diese waren für die teilweise heftigen Impfreaktionen verantwortlich. Heute enthalten die modernen Impfstoffe nur einzelne Antigene. Man kennt die immunologisch wichtigen Teile der Erreger dank der modernen Forschung einfach besser und kann diese dann gezielt einsetzen. Deshalb haben die Kombinationsimpfstoffe häufig kaum mehr Antigene als Einzelimpfstoffe und deutlich weniger als die früher eingesetzten Impfstoffe.
Einige Impfstoffe kann man trotzdem, sollte der Wunsch bestehen, in einzelne Impfstoffe aufsplitten. Für die Grundimmunisierung bei Säuglingen sind aber, wenn man alle für das Kindesalter empfohlenen Impfungen durchführen lassen möchte, nur Kombinationsimstoffe verfügbar.
  
  Tetanus   
Der Wundstarrkrampf (Tetanus) ist eine weltweit verbreitete Erkrankung, die durch das Gift eines Bakteriums hervorgerufen wird. Hierbei kann es neben Allgemeinsymptomen zu den gefürchteten extrem schmerzhaften Muskelkrämpfen kommen, die durch eine Verkrampfung der Atemmuskulatur zum Tode führen können. Da diese Bakterien nahezu überall verbreitet sind, kann man ihnen kaum aus dem Weg gehen. Weltweit kommt es jährlich zu ca. 1Million Erkrankungen mit rund 600.000 Todesfällen.
Gegen diese Erkrankung werden Säuglinge ab der neunten Lebenswoche mit einem kombinierten Totimpfstoff, dem sogenannten Fünffach- oder Sechsfachimpfstoff, geimpft. Die Impfung wird viermal durchgeführt.
  
  Diphterie   
Bei der Diphterie handelt es sich um eine hochansteckende bakterielle Infektionskrankheit, die lebensgefährlich ist. Diese Erkrankung führt meist zu einer Entzündung des Rachens und Kehlkopfes mit schweren Allgemeinsymptomen, Husten und Erstickungsanfällen („Würgeengel“, „echter Krupp“). Neben der Impfung trägt auch die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse dazu bei, dass die Diphtherie in den Industrienationen seltener geworden ist. In vielen Entwicklungsländern ist sie jedoch noch weit verbreitet. Während Kinder in Deutschland in der Regel einen guten Impfschutz haben, sind etwa 60% aller 30- bis 40-Jährigen unzureichend geschützt.
Gegen diese Erkrankung werden Säuglinge ab der neunten Lebenswoche mit einem kombinierten Totimpfstoff, dem sogenannten Fünffach- oder Sechsfachimpfstoff, geimpft. Die Impfung wird viermal durchgeführt.
  
  Pertussis (Keuchhusten)   
Der Keuchhusten ist eine schwere Infektionskrankheit der Atemwege, an der jährlich weltweit etwa 300.000 Menschen sterben. Früher eine reine Kinderkrankheit, erkranken heute auch zunehmend Erwachsene an dieser Hustenerkrankung. Am Anfang steht ein uncharakteristischer Reizhusten, der aber zunehmend den typischen anfallsartigen Charakter entwickelt, mit quälendem, schleimigem und würgendem Husten, der so heftig ist, dass es zu Erstickungsanfällen und Erbrechen kommen kann. Diese Phase dauert bis zu 12 Wochen. Anschließend klingen die Symptome langsam ab, können aber auch noch nach Monaten immer wieder auftreten. Daneben kann es zu Schädigungen des Gehirns und schweren Lungenentzündungen kommen. Antibiotika töten das Bakterium ab, können aber den Krankheitsverlauf leider nicht beeinflussen.
Besonders gefährlich ist der Keuchhusten für Säuglinge, häufig kommt es nicht zu dem beschriebenen typischen Husten, sondern gerade nachts zu gefährlichen Atemstillständen, die zum Tode führen können. Die Impfkommission hat deshalb neben der Impfempfehlung für Kinder nun auch eine Empfehlung zur Auffrischung für alle Erwachsenen, insbesondere aber für Kontaktpersonen von Babys, ausgesprochen.
Gegen diese Erkrankung werden Säuglinge ab der neunten Lebenswoche mit einem Impfsstoffen kombinierten Totimpfstoff, dem sogenannten Fünffach- oder Sechsfachimpfstoff, geimpft. Die Impfung wird viermal durchgeführt.
  
  Hepatitis B   
Eine Hepatitis ist eine Leberentzündung. Neben anderen Viren sind die B-Hepatitis-Erreger besonders gefährlich. Die Erkankung wird über Blutprodukte und über körperlichen Kontakt (Köprerflüssigkeiten, Geschlechtsverkehr) übertragen. Diese Hepatitis kann unbemerkt verlaufen, aber auch eine sehr heftige Leberentzündung hervorrufen, die chronisch mit einer Leberzirrhose verlaufen kann und auch eine Ursache für eine spätere Leberkrebserkrankung sein kann.
Gegen diese Erkrankung werden Säuglinge ab der neunten Lebenswoche mit einem kombinierten Totimpfstoff, dem sogenannten Sechsfachimpfstoff, geimpft. Die Impfung wird viermal durchgeführt. Man kann die Hepatitis-B-Impfung aber auch einzeln oder in Kombination mit Hepatitis-A später durchführen. Dann erfolgt die Impfung dreimal.
  
  Poliomyelitis (Kinderlähmung)   
Die Kinderlähmung ist eine hoch ansteckende akute Infektionskrankheit – ausgelöst durch ein Virus.
Anders als der deutsche Begriff vermuten lässt, können nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene erkranken. Der Name Kinderlähmung ist entstanden, weil die Krankheit bis in die 1960er-Jahre weltweit so verbreitet war, dass der Kontakt mit dem Erreger fast immer bereits im Kindesalter, meist vor dem fünften Lebensjahr, erfolgte.
Bei der Kinderlähmung kommt es nach einer Tröpfchen- oder Schmierinfektion von Mensch zu Mensch häufig zu „stummen“, d.h. völlig symptomfreien Krankheitsverläufen. In wenigen Fällen aber führt der Befall des Rückenmarks mit dem Virus zu den gefürchteten schlaffen Lähmungen im Bereich der Arme und Beine. Die Erkrankung führt zum Tod, wenn die Atemmuskulatur betroffen ist.
Die letzte große Erkrankungswelle trat 1960/1961 mit mehr als 9.000 registrierten Lähmungsfällen in der Bundesrepublik Deutschland auf. 2002 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Europa für poliofrei erklärt. In einigen Ländern Afrikas und Asiens mit niedrigem Hygienestandard und hoher Bevölkerungsdichte ist die Kinderlähmung mit etwa 1.500 Neuerkrankungen pro Jahr nach wie vor verbreitet. Somit besteht die Gefahr, dass Reisende ohne entsprechenden Impfschutz sich in diesen Ländern infizieren und somit ebenso wie Einwanderer das Virus erneut nach Deutschland einschleppen. Daher ist es weiterhin wichtig, dass nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene über einen ausreichenden Impfschutz verfügen.
Gegen diese Erkrankung werden Säuglinge ab der neunten Lebenswoche mit einem kombinierten Totimpfstoff, dem sogenannten Fünffach- oder Sechsfachimpfstoff, geimpft. Die Impfung wird viermal durchgeführt.
  
  Hämophilus influenza B   
Diese bakterielle Infektion ist besonders für Kleinkinder gefährlich. Die Krankheit beginnt als fieberhafte Infektion mit Schnupfen und Halsschmerzen und kann dann aber Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis und Lungenentzündung hervorrufen. Eine schlimme, sehr gefürchtete Komplikation ist die eitrige Hirnhautentzündung (Meningitis). Unbehandelt sterben 60 bis 90 Prozent der Erkrankten! Ebenfalls sehr gefährlich ist die Entzündung des Kehlkopfes, die sogenannte Epiglottitis. Auch hier sterben die Kinder oft innerhalb weniger Stunden.
Gegen diese Erkrankung werden Säuglinge ab der neunten Lebenswoche mit einem kombinierten Totimpfstoff, dem sogenannten Fünffach- oder Sechsfachimpfstoff, geimpft. Die Impfung wird viermal durchgeführt.
  
  Pneumokokken   
Pneumokokken sind Bakterien, von denen wir mehr als 90 verschiedene Typen kennen. Sie gehören zu den häufigsten Verursachern von bakteriellen Infektionen im Kindesalter – z.B. Mittelohrentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen und Lungenentzündungen.
Kinder unter 2 Jahren haben dabei ein erhöhtes Risiko, durch eine Pneumokokkeninfektion besonders schwer an einer Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung zu erkranken, weil ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Für sie ist eine solche Erkrankung dann unter Umständen lebensbedrohlich. Auch Menschen mit einer herabgesetzten Immunabwehr oder gesundheitlichen Risikofaktoren (z.B. Asthma) sind hier gefährdet.
Deshalb ist für diese Menschen eine Impfung gegen diese Bakterien wichtig. Für Kleinkinder wird ein Totimpfstoff verwendet, der 13 besonders aggressive Typen beinhaltet. Man impft Säuglinge ab der neunten Lebenswoche insgesamt viermal.
  
  Meningokokken   
Meningokokken sind Bakterien, die beim Menschen den Nasen-Rachen-Raum besiedeln und schwere Krankheiten auslösen können. Dazu zählen die Hirnhautentzündung und die schwere Blutvergiftung. Hierbei kommt es neben hohem Fieber zu einem schweren Krankheitsbild mit einer Gerinnungsstörung, die zu Hauteinblutungen führt. 20-30% der betroffenen Kinder und Jugendlichen sterben an dieser Erkrankung – trotz Antibiotika und moderner Medizin.
Es gibt verschiedene Bakterientypen, in Deutschland spielt v.a. der B-Typ, zu einem geringeren Anteil auch der C-Typ eine Rolle. In Afrika sind die Meningokokken sehr stark verbreitet, hier spielen andere Typen eine Rolle.
Kinder werden in Deutschland mit einem Jahr einmalig gegen den C-Typen geimpft. Gegen die häufigere B-Meningokokkenerkrankung gibt es noch keinen Impfstoff. Für Reisen nach Afrika gibt es spezielle Impfstoffe, die die dort wichtigen Subtypen beinhalten. Es handelt sich um einen Totimpfstoff.
  
  Masern   
Die Masern sind keinesfalls eine harmlose Kinderkrankheit, sondern gehören zu den schlimmsten Infektionskrankheiten, die es gibt. Es handelt sich um eine virale Infektionskrankheit, die vor allem Kinder betrifft. Neben den typischen roten Hautflecken ruft die Erkrankung Fieber, Husten und Lichtscheu hervor und einen erheblich geschwächten Allgemeinzustand. Es können außerdem in manchen Fällen lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungen- oder Hirnhautentzündung entstehen. Eine eventuell auftretende schwere Gehinentzündung („Enzephalitis“) führt bei jedem fünften Betroffenen zum Tod. Ebenfalls gefürchtet ist die Spätkomplikation der Masererkrankung, die SSPE, die zu einer zunehmende Zerstörung des Gehirns führt, erst Jahre nach der Infektion auftritt und immer zum Tod führt.
Besonders gefährdet sind abwehrgeschwächte Menschen und Säuglinge. Die Erkrankung hinterlässt eine Immunschwäche, die für einige Zeit anhält und die Ursache für die teilweise sehr schweren Komplikationen ist, weil andere Keime es in dieser Zeit leichter haben, eine zusätzliche schwere Infektion hervorzurufen.
Wirksamen Schutz bietet die Masernimpfung. Es handelt sich hierbei um einen Lebendimpfstoff, der in Kombination mit Mumps und Röteln und teilweise auch mit Windpocken geimpft wird. Zweimal geimpft hinterlässt die Impfung einen lebenslangen Schutz. Die WHO konnte das Ziel, die Masern weltweit auszurotten, durch die in vielen Industrieländern bestehende Impfmüdigkeit nicht verwirklichen. Weltweit sterben jährlich etwa 200.000 Menschen an dieser Erkrankung.
  
  Mumps   
Beim sogenannten Ziegenpeter handelt sich um eine Infektionskrankheit, bei dem die Speicheldrüsen betroffen sind und schmerzhaft anschwellen. Das Virus wird über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Wichtigste Komplikationen sind eine bleibende Taubheit durch Beteiligung des Hörnerven und die Infertilität beim Mann durch eine begleitende, recht häufig auftretende Hodenentzündung.
Wirksamen Schutz bietet die Mumpsimpfung. Es handelt sich hierbei um einen Lebendimpfstoff, der in Kombination mit Masern und Röteln und teilweise auch mit Windpocken geimpft wird. Zweimal geimpft hinterlässt die Impfung einen lebenslangen Schutz.
  
  Röteln   
Röteln werden über eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Die Erkrankung führt zu leichten Allgemeinsymptomen, Lymphknotenschwellungen und einem typischen Ausschlag, verläuft aber in den meisten Fällen harmlos.
Gefährlich ist sie, wenn Schwangere an Röteln erkranken. In diesem Fall kann das ungeborene Kind schwer erkranken und sterben oder mit schwersten Fehlbildungen und geistiger Behinderung auf die Welt kommen.
Deshalb ist hier die Impfung aller so wichtig, damit die Röteln eines Tages ausgerottet werden können. Es handelt sich hierbei um einen Lebendimpfstoff, der in Kombination mit Mumps und Masern und teilweise auch mit Windpocken geimpft wird. Zweimal geimpft hinterlässt die Impfung einen lebenslangen Schutz.
  
  Windpocken   
Windpocken sind weltweit verbreitet. Sie gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten im Kindesalter: Über 90% der Erwachsenen hatten als Kinder Windpocken. Meist verlaufen Windpocken harmlos, für Menschen mit einem geschwächten Immunssystem und Neugeborene in den ersten 5 bis 7 Lebenstagen sind sie jedoch eine ernst zu nehmende Gefahr. Auch für Ungeborene, deren Mütter am Anfang der Schwangerschaft Windpocken bekommen, kann die Erkrankung im Mutterleib gefährlich sein: es kann zu schweren Fehlbildungen kommen. Trotzdem gibt es auch beim Gesunden neben dem starken Juckreiz und eventueller späterer Narbenbildung Komplikationen: hier ist v.a. die Entzündung des Kleinhirns zu nennen. Das Virus überdauert jahrelang in den Nervenbahnen, bei einer Reaktivierung kann es dann zu einer Gürtelrose kommen.
Bei der Impfung gegen Windpocken handelt sich hierbei um einen Lebendimpfstoff, der einzeln oder in Kombination mit Mumps, Masern und Röteln geimpft wird. Zweimal geimpft hinterlässt die Impfung einen lebenslangen Schutz.